Übungsleiterpauschale mit ALG1 und ALG2

Dieser Beitrag dient einfach nur dem Zweck, das es möglich wird aktuelle Informationen zum Thema Übungsleiterpauschale und Arbeitslosengeld zu erhalten.

Die meisten Quelle sind gnadenlos veraltet, unvollständig oder komplett inkorrekt.

Was ist eine Übungsleiterpauschale?

Die Übungsleiterpauschale ist ein Steuerfreibetrag der in §3 Absatz 26 des EStG geregelt wird. Die Höhe beträgt seit 01.01.2013 2.400€ im Jahr. Der Betrag kann dabei nur einmal pro Jahr gewährt werden, unabhängig von der Anzahl verschiedener Tätigkeiten. Gewährt wird er für nebenberufliche Tätigkeiten, vorallem als Übungsleiter, Betreuer oder Ausbilder. Ob eine Tätigkeit unter die Übungsleiterpauschale fällt, erfährt man im Zweifelsfall vom Finanzamt.

Übungsleiterpauschale und ALG1

Freibeträge zum ALG1 werden in §155 SGB III geregelt. Es gibt einen Freibetrag von 165€ im Monat. Allerdings zählen Einkünfte nach §3 Abs. 26 EStG als “müheloses Einkommen” (GA zu §155, Seite 15), welches nicht anrechnungsfähig ist. Im Klartext heißt das: Solange man die 2.400€ im Jahr nicht überschreitet, werden die Einkünfte nicht angerechnet. Der Freibetrag von 165€ im Monat bleibt zusätzlich erhalten.

Übungsleiterpauschale und ALG2

Etwas ander verhält es sich beim ALG2. Hier gilt Einkommen nach §3 Abs. 26 EStG als gewöhnliches Einkommen. Normalerweise gibt es nach §11b SGB II einen Freibetrag von 100€ im Monat. Dieser erhöht sich dank §11b Abs. 2 jedoch auf 200€, sobald man Einkünfte nach §3 Abs. 26 EStG hat.

Zusätzlich gibt es nach §11b Abs. 3 einen weiteren Freibetrag, der 20% des Einkommens >100€/Monat beträgt. Man kann also max. 225€ im Monat mit der Übungsleiterpauschale verdienen, ohne den Freibetrag zu überschreiten:

Fiktives Einkommen: 225€

Grundfreibetrag: 200€

20% von 125€ (225€-100€): 25€
—————————————–

Gesamtfreibetrag: 225€

 

Erst ab einem Einkommen >225€ würde man somit seinen Freibetrag überschreiten.

 

Aufatmen! Post-OP-Bericht

Ich wurde letzte Woche Montag (den 08.04.) an der Nase operiert.

Ich habe die OP lange vor mir hergeschoben. Fakt ist allerdings, dass ich durch das linke Nasenloch quasi keine Luft bekommen habe, durch das rechte nur unwesentlich mehr. Ich bin also chronischer Mundatmer gewesen, was allerlei Probleme mit sich bringt. Man wacht ständig mit Halsschmerzen auf, spricht nasal und auch bei körperlicher Anstrengung geht Nasenatmung natürlich garnicht. Wirklich lästig ist das Problem auch wenn man Mundschutz trägt.

Ursache meines Problems war eine deutlich verkrümmte Nasenscheidewand (Septumdeviation) nach links. Auf der rechten Seite waren zusätzlich die Nasenmuscheln deutlich vergrößert, so das von den Atemwegen nicht viel übrig war. Um mein Problem zu verdeutlichen, hier mal ein Bild aus meinem CT:

septum1Auch als Laie erkennt man unschwer, dass die Scheidewand deutlich zur linken Seite (rechter Bildrand) verschoben ist.

septum2septumschema

Das linke Bild zeigt den Zustand meiner Nasenmuscheln vor der OP, das rechte Bild ist ein Schema von Wikipedia. Auch hier erkennt man die Deviation, und vorallem die vergrößerten Nasenmuscheln.

Ziel der Operation war es entsprechend das Septum zu begradigen und die Nasenmuscheln zu verkleinern.

Montag, OP-Tag:

Morgens musste ich auf der Station auftauchen. Ich bekam mein (Einzel-)Zimmer (Versicherung sei dank!) und habe meine Habseligkeiten im Schrank verstaut. Dann heißt es nakig machen und in einen luftigen OP-Kittel schlüpfen. Dazu gabs ne sehr modische Netz-Unterhose.

Bis es dann in den OP ging vergingen 2 Stunden, die ziemlich langweilig waren. Prä-Medikation in Form eines Beruhigungsmittels habe ich abgelehnt (mich schockt das alles nich), außerdem neigt man dann dazu alles zu vergessen. Kurz vorher kam noch ein Arzt und hat mit Lidocain und Adrenalin getränkte Tupfer in meine Nase geschoben, um die Schleimhaut etwas abzuschwellen.

Die OP-Vorbereitung war unspektakulär. Erstaunlich wie schnell die Propofolnarkose doch wirkt. ;-)

Wach wurde ich im Aufwachraum, und ich hatte moderate Schmerzen. Das ist aber nach einer OP auch nicht all zu verwunderlich. Nachdem ich eine Dosis Dipidolor bekommen habe, werden die Schmerzen besser, ich döse vor mich hin. Irgendwann gehts dann aufs Zimmer. Ab diesem Zeitpunkt bin ich komplett schmerzfrei. Ich fühlte mich erstaunlich gut, vorallem wenn ich das mit meiner Augen-OP vom letzten Jahr vergleiche, da war ich den ersten Tag komplett raus. Nachmittags bekam ich hunger und überredete eine Schwetser mit ein übrig gebliebenes Essen vom Mittag warm zu machen. Schmecken konnt ich allerdings noch nicht viel.

Nervig war nur das es quasi ständig aus der Nase raus blutet. Man bekommt zwar so ne “Nasenschleuder” die das Zeug aufsaugt, beim Essen behindert die aber ziemlich.

Dienstag, 1. Tag Post-OP:

Quantenspung! Seit den Morgen konnte ich durch die Nase atmen. Der Chefarzt der mich Operiert hat kam Morgens zur Visite und gab mir ein paar Tuben Augen+Nasensalbe von Bepanthen und den Ratschlag, beide bis Mittags in die Nase zu stopfen. Man muss also beide Nasenlöcher gut mit Salbe füllen und dann beherzt hochziehen. Das ist glücklicherweise von vornherein erlaubt und schmerzfrei! Und tatsache, nachdem die zweite Tube leer war (hatte so alle 30 Min ne neue Ladung reingemacht) hörten die Blutungen auf.

Zusätzlich gabs Emser-Nasenspray und ich sollte mehrmals täglich 10 Minuten inhalieren (Geräte standen auf der Station parat). Ansonsten war ich am Dienstag quasi voll mobil und hab mich auch echt gut gefühlt. Naja, und dann bekam ich prophylaktisch Antibiotikum. Das ich mich die nächte Woche schlapp gefühlt habe, kam vermutlich nur davon.

Mein Glück war, das der Chefarzt statt der klassischen Tamponade, eine Art pflanzliches Gel benutzt. Dieses verstopft die Nase nicht komplett und löst sich von alleine nach und nach auf. Man schluckt es dann irgendwann einfach runter. Das ziehen der Tamponade entfällt, und das Wohlbefinden ist deutlich besser (verglichen mit den anderen Patienten, die klassische Tamponaden hatten).

Am Abend schaute eine andere Ärztin nochmal in die Nase und saugte n bisschen Schleim ab (obwohls da bei mir kaum was zum absaugen gab), und stellte dabei fest, das der Faden, der die Solikonschienen halten sollte (die bekommt man zur stabilisierung der Scheidewand) sich gelöst hatte. Wegen der Gefahr das diese in den Rachen rutschen könnten, wurde also bereits einen Tag nach der OP die Schienen entfernt werden. Danach war die Nase frei wie noch nie! Natürlich schwillt sie danach wieder etwas zu, aber seitdem konnte ich wieder Riechen und problemlos durch die Nase atmen.

Mittwoch, 2. Tag Post-OP:

Am morgen war Chefarztvisite, sprich der Chef hatte so ziemlich jeden Stationsarzt im Schlepptau und hat meinen Fall diskutiert. Ergebnis: Alles sieht super aus, ich darf nach Hause. Ich hatte mich auf 5-7 Tage Krankenhaus eingestellt, und war entsprechend freudig überascht. Antibiotika, Bepanthen und Emser-Spray bekam ich zu genüge mit und durfte gehen. Nur körperliche Schonung war angesagt. Am Donnerstag sollte ich noch einmal zur ambulanten Kontrolle vorbeikommen, ansonsten die Nase zuhause weiter pflegen.

Donnerstag, 3. Tag Post-OP:

Zuhause ist’s doch am schönsten! Im eigenen Bett schläft es sich doch besser ;-)

Nachmittags gings zur Kontrolle ins Krankenhaus. Es wurd nochmal n bisschen was abgesaugt, aber viel war wieder nicht (ich zieh gut hoch :D ). Heilungsverlauf ist optimal. Ich bekam noch Nasonex (Cortison) verschrieben, sowie eine Nasendusche vom Arzt und noch ein Rezept für Emser-Salz für die Nasendusche. Zwei mal täglich spülen, Morgens und Abends Nasonex, weiter körperlich schonen, wiedervorstellung in einer Woche.

Ich war nach wie vor Schmerzfrei, schmecken und riechen ging wieder, und Wohlbefinden wurde nur durch die Magen-Darm-Nebenwirkungen des Antibiotikums eingeschränkt.

Donnerstag, 10. Tag Post-OP:

Ich habe mal die nächsten Tage übersprungen, denn es gab quasi keine Veränderungen. Nase ist nochn bisschen abgeschwollen, und seit die Antibiotika alle sind gehts mir wunderbar :)

Nachkontrolle ergab wie gehabt, alles super. Mit Sport muss ich noch 10 Tage warten, ab jetzt darf ich aber wieder vorsichtig schnäuzen.

 

Fazit:

Ich würde es definitiv wieder tun. Die Erfahrungen waren durchweg positiv, was aber nicht zuletzt an dem hervorragenden Chirurgen lag. Nasenatmung ist etwas tolles!

#aufschrei

Eigentlich interessieren mich Twittertrends reichlich wenig. Aber ich gucke gerne SternTV, und auch so kommt man an der Sexismusdebatte die um den hashtag entstanden ist nur schwer vorbei.

Ich musste bei SternTV also gerade einer gewissen Nicole von Horst zuhören, wie sie feministische Parolen von sich gibt und Männern Sexismus in den normasten gesellschaftlichen Interaktionen unterstellt, und im Gegensatz dazu Frauen pauschal in Schutz nimmt. Man soll also nicht über die Gefühle “weiße heterosexuelle Männern” reden, denn weil Männer ja “mächtiger” (was außer der überlegenen Körperkraft auch immer damit gemeint ist? Mehr Mediclorianer?) sind, haben sie keine Gefühle. Männer werden ja auch nie Opfer von (sexuellem) Missbrauch. Nur Frauen. Immer. Frauen sind sowieso nie sexistisch. Vorallem feministische Frauen nicht!

Spaß beiseite, ich finde den Sachverhalt eigentlich ziemlich simpel:

1. Wer sich als Frau attraktiv/sexy anzieht, der muss sich im Klaren darüber sein, dass er (sexuelles) Interesse erregt.

2. Ein Mann der eine Frau auf ihr Aussehen anspricht ist kein Sexist. Frauen wollen komplimenteirt werden. Sexismus ist das nicht.

3. Kein Aussehen der Welt rechtfertigt sexuellen Missbrauch, Vergewaltigung oder Stalking.

4. Frauen müssen den Mund aufmachen, und vorallem Widersprüche beseitigen: Wer nicht von Anderen über sein Äußeres definiert werden will, muss aufhören sich selbst über sein Äußeres zu definieren

5. Männer und Frauen sind nicht gleich, waren es nie und werden es nie sein. Wer Anderes behauptet, hat im Kindergarten bei den Doktorspielen nicht aufgepasst.

 

Wenn ich sowas hier lese, dann wird mir leider etwas schlecht. Solche Regeln für Frauen findet man im Internet nämlich nicht. Aber Männer werden zum “Creeper” wenn sie eine Frau alleine ansprechen wenn sie geht oder sogar auf sie warten!

Es ist immer so: es gibt ein paar Perverse oder Männer die Vergewaltigen. Und die werden nicht aufhören, solange die Frauen nicht den Mund aufmachen und sie anzeigen. Egal ob Chef oder Fahrlehrer, es wird niemand kommen der für euch einsteht. Wir Mäner müssen das auch selbst tun.

Frauen sind nicht Schuld am Fehlverhalten von Männern, aber sie triggern dieses Fehlverhalten oft, und vorallem sorgen sie durch ihr Schweigen dafür das es so bleibt wie es ist. Daran ändert #aufschrei auch nichts.

Update: Schon GEZahlt?

Verfassungswiedrig,

so lautet das Urteil des Gutachters Prof. Dr. Christoph Degenhart. In einem Gutachten, welches von der HDE über den neuen Rundfunkbeitrag in Auftrag gegeben wurde, kommt er zu dem Schluss, dass die GEZ gegen Artikel 2 und 3 des Grundgesetzes verstoße. Es gilt, die GEZ in der jetzigen Form gleiche einer Steuer, die von den Ländern nicht hätte beschlossen werden dürfen.

Damit wiederspricht Prof. Degenhart einem früheren Gutachten von Paul Kirchhof, der dem Rundfunkbeitrag nicht nur seine Rechtmäßigkeit bescheinigt, sondern auch gleich noch vorschlägt, die Befreiung für Empfänger von Hartz4 und BAFÖG abzuschaffen.

Es ist nicht das erste Gutachten von Degenhart zu der GEZ-Reform: schon 2010 kam er in einem Gutachten für die Firma Sixt zu dem Schluss, das der Rundfunkbeitrag verfassungswiedrig ist.

Ernstnehmen

konnte man das erste Gutachten aber sowieso nicht. So wurde es von ARD und ZDF finanziert, so dass die Objektivität von vornherein sehr fraglich war. Außerdem ist der Autor Paul Kirchhof schon in der Vergangenheit durch äußerst zweifelhafte Interpretationen des Grundgesetzes aufgefallen.

Nächstenliebe – auf katholische Art

Eigentlich..

…, ja eigentlich hätte ich gedacht das soetwas in Deutschland nicht möglich ist. Eigentlich hätte ich sogar gedacht das es verboten ist. Die Rede ist von der 25 jährigen Kölnerin die im Dezember 2012 in Köln vergewaltigt wurde. Das eine Vergewaltigung etwas Schreckliches ist, das muss ich nicht weiter erörtern. Auch die Umstände der Tat spielen eine untergeordnete Rolle. Viel schlimmer ist das, was danach passiert ist: Als erstes vertraute sich das Opfer einer niedergelassenen Notärztin an. Diese leitete weitere Schritte ein um der Frau zu helfen und Spuren zu sichern. Zu diesem Zweck wand sie sich natürlich an ein nahgelegenes Krankenhaus. Und wurde abgewiesen. So absurd es klingt, das Krankenhaus weigert sich die Frau, Opfer einer Vergewaltigung, zu behandeln. Das Krankenhaus hat sich damit übrigens nicht der unterlassenen Hilfeleistung strafbargemacht, da die Frau ja schon Hilfe von der Notärztin erhalten hat.

Das ist eine Ausnahme,

zumindest sollte man das meinen. Vermutlich dachte die Notärztin genau das gleiche, und wendete sich an das nächste Krankenhaus. Ebenfalls unter katholischer Schirmherschaft. Mit dem selben Ergebnis. Im Januar 2013 gelangte die Nachricht über diesen Vorfall in die Medien. Die nun zwangsläufig folgenden Aussagen von Ärzten, Pressesprechern der Krankenhäuser und der Katholischen Kirche lassen sich in Etwa so zusammenfassen:

  • Es gibt kein Dienstanweisung, vergewaltigte Frauen nicht zu behandeln, nur eine “Stellungnahme” die die Ethikkomission der Krankenhäuser zusammen mit dem Kölner Erzbischoff “erarbeitet” hat
  • Eine Verschreibung des “Pille danach” sei definitiv nicht möglich
  • Jeder Arzt handle nach eigenem Ermessen – diese Ermessensfreiheit wurde wohl von den Chefärzten unzureichend kommuniziert
  • Generell ist die Versorgung von Vergewaltigungsopfern kein Problem für katholische Kliniken und wird auch entsprechend durchgeführt

In seinem Blog hat bundesbedenkentraeger schon versucht, die möglichen Szenarios zusammenzufassen. Er bleibt dabei ziemlich neutral. Das werde ich nicht, denn die Sachlage ist in meinen Augen mehr als Eindeutig. Die Aussagen sind außerdem widersprüchlich: das Rezept für die “Pille danach” hatte die Notärztin längst ausgestellt – und die Krankenhäuser von diesem Umstand unterrichtet. Einer Hilfeleistung hätte nichts im Wege gestanden, vorrausgesetzt natürlich, dass entgegen der Aussagen des Krankenhauses und der katholischen Kirche, eine Beratung über die “Pille danach” nicht doch unerwünscht ist. Und auch die Behauptung, katholische Krankenhäuser würden Opfer von Vergewaltigungen regelmäßig behandeln, scheint angesichts dieser Nachricht, wenig glaubwürdig.

Schuld

ist meiner Meinung nach vorallem die katholische Kirchenpolitik. Ebene jene Politik, die die Bekämpfung von HIV in Afrika erschwert weil die katholische Kirche Kondome ablehnt (auch wenn es da inzwischen sowas wie Ausnahmen gibt). Und die katholische Kirchenpolitik stellt sich gegen “die Pille danach”. Diese gehört aber zum Standardprozedere nach einer Vergewaltigung, denn Vergewaltiger benutzen keine Kondome. Oder zumindest nicht alle. Und wohl kaum ein Opfer einer Vergewaltigung, möchte ein Kind von seinem Vergewaltiger.

Und auch wenn niemand von der Kirche oder der Führungsebene der besagten Krankenhäuser das jemals zugeben würde: wer sich entgegen der Kirchenpolitik verhält, der wird seinen Job verlieren. Ich habe keinen Zweifel daran, dass es dafür keine Rolle spielt ob es Krankenschwester, Assistenz- oder Chefarzt der Klinik ist. Eine Dienstanweisung, die die Hilfe für Vergewaltigungsopfer verbietet, wäre wohl nicht mit dem Gesetz vereinbar, was vermutlich der einzige Grund ist, weshalb es nur eine “Handlungsempfehlung” gibt.

Die Nächstenliebe

bleibt dabei pauschal auf der Strecke. Denn auch mit dem unsichtbaren Damoklesschwert über dem Kopf, wenn ich den Anruf von der Notärztin bekommen hätte, dann wäre eine andere Handlungsweise, als jede mögliche Hilfe anzubieten, für mich überhaupt nicht denkbar. Ob mich das vielleicht den Job kostet, darüber würde ich wohl danach nachdenken. Aber selbst wenn, ich könnte mich weiterhin im Spiegel angucken. Wer auch immer letztlich die Entscheidung getroffen hat, der Notärztin zu sagen das das Krankenhaus die Frau nicht behandeln könne, ist mindestens so Schuldig wie die katholische Kirche. Zivilcourage ist wohl inzwischen ein Fremdwort in Deutschland.

Religionsfreiheit

hört in meinen Augen definitiv in der Nanosekunde auf, in sie mit geltendem Recht in Konflikt gerät. Und auch wenn das nur mein Rechtsempfinden ist, ein Krankenhaus, das einem Vergewaltigungsopfer nicht hilft, darf nicht legal sein! Eine Trennung von Kirche und Staat ist ein muss, wenn man wert auf eine Gesellschaft legt die nicht zu Kreuzzügen oder dem Dschihad aufbricht. Wenn die katholische Kirche Krankenhäuser betreiben will, dann müssen diese meiner Ansicht nach die Religion hinten anstellen. Jüdische Krankenhäuser servieren ihren Patienten auch unkoscheres Essen. Niemand zwingt einen Katholiken dazu, seinen Glauben und seine Lebensweise anderen aufzuzwingen. Was sich Krankenhaus nennt, dass muss auch Krankenhaus sein, basta!

Eine Änderung

der Gesetze muss also her. Das ist nicht nur meine Meinung, auf Change.org gibt es eine entsprechende Petition. Und ich appeliere auch an alle Katholiken: Ihr schreibt euch Nächstenliebe auf die Segel, fangt an Nächstenliebe zu leben. Ihr könnt selbst entscheiden, sowohl was ihr tut, als auch was für ein Mensch ihr sein wollt.

SNES für die Ewigkeit

Schonmal etwas von Preppern gehört?

Die Rede ist von Menschen, die sich auf jede Eventualität vorbereiten. In der Regel meint man dabei Worst-Case-Szenarios wie den 3. Welktkrieg, Entführungen durch Aliens oder die Zombie-Apokalypse. Es geht um Survival, Konservendosen, Waffen, eben all das was man braucht wenn die öffentliche Ordnung zusammenbricht. Ich muss sagen, ich kann mich nicht so richtig entscheiden ob ich dies Hobby eher cool oder albern finden soll.

Aber viel wichtiger ist die Frage…

…wie bereitet sich nun also ein Prepper-Geek auf die nächste Zombieapokalypse vor? Die Antwort kommt von robotairz:

Die SNES für alle Eventualitäten!

snes3 snes2 snes1

Kostenpunkt liegt laut dem Macher bei etwa 425$. Der umgebaute Koffer stammt von Pelican, für vernünftigen Wärmeabtransport wurde gesorgt und das Ganze mit insgesamt 15000mAh Akkupower ausgestattet. Die Power reicht für über 10 Stunden, je nach Spiel vielleicht sogar deutlich länger. Eine intelligente Ladevorrichtung mit Überladungsschutz ist ebenfalls inklusive. Wer sich nun fragen sollte, wieso genau diese 3 Spiele in der Box sind: Das Super Everdrive spielt SNES Roms ab. Da dies mit Starfox und Yoshis Island aber nicht funktioniert, mussten die wohl extra mit. Ahja, und robotairz will das Ganze auch noch verkaufen *_*

Das wär was für den Wunschzettel. Schade das Weihnachten grad vorbei ist…

[via technabob]

Atari Logo

Pong is pleite – Atari meldet Insolvenz an

Atari hat in den USA Insolvenzantrag gestellt. Obwohl der Name noch der selbe ist wie im Jahr 1972, ist die Firma inzwischen durch viele Hände gegangen: 1984 Schon wurde die Firma das erste mal aufgekauft, damals an Warner. Von Warner ging Atari weiter an Comodore-Gründer Jack Tramiel, verblieb dort aber nur bis 1996. Und schon 1998 wurde sie dann von Hasbro aufgekauft. 2001 ging Hasbo dann an Infogrames, und Atari ging mit.

Ich bin also gespannt, wer den Pong-Vater als nächstes aufkauft. ;) Offiziell will das Unternehmen sich sanieren, und Berichten zufolge will sich die amerikanische Tochter von der französischen Mutter trennen. Ich werde die Entwicklung also weiter verfolgen.

Atari Logo

Atari Logo

Schon GEZahlt?

Der Januar ist nun schon beinahe vorbei, und beinahe unbemerkt endete zusammen mit dem Jahr 2012 auch die Rundfunkgebühr. Ob das ein Grund zur Freude ist oder nicht, sei dahingestellt, denn Ersatz folgt in Form des “Rundfunkbeitrags”. Zukünftig wird die Gebühr pro Haushalt statt pro Person fällig. Und auch mit den verschiedenen Beitragssätzen wird Schluss gemacht, ab jetzt bezahlt einfach Jeder. Ob man dabei den öffentlich-rechtlichen Rundfunk schaut/hört hat ja noch nie eine Rolle gespielt, ab jetzt interessiert es auch nicht mehr ob man überhaupt ein entsprechendes Gerät besitzt oder nicht.

Viele werden die Umstellung garnicht merken, denn für all Jene die sowieso schon den Höchstsatz des Rundfunkbeitrags bezahlt haben, ändert sich fast nichts. Genaugenommen gibt es nicht mal eine Benachrichtigung, und das obwohl die GEZ in der Vergangenheit ja eigentlich nie Probleme damit hatte, Briefe zu verschicken. Und ganz nebenbei wird statt monatlich nun vierteljährlich abgebucht. Post erhalten aber all jene, die bisher nur für ein Radio oder ähnliches bezahlt haben. Denn für die wirds ab jetzt teurer: von 5,76€/Monat steigt der Beitrag damit auf 17,98€, über 200% Mehrkosten. Auch der Mittelstand muss zum Teil mit deutliches Mehrkosten rechnen. Rossmann und einige andere haben bereits Klage eingereicht.

Während sich unsereins also über diese Gebühr aufregt, können die Verantwortlichen vor lauter Verliebtheit in das neue System garnicht mehr aus dem Schwärmen raus. Chefredakteur des WDR, Jörg Schönenborn, bezeichnet die Rundfunkgebühr tatsächlich als “Demokratie-Abgabe”. Generell wird der Eindruck erweckt, als wäre eine Demokratie ohne die ÖR Sender garnicht möglich. Und das in Zeiten, in denen die Vernetzung von Menschen, dank Internet, besser funktioniert als je zuvor.

Auch der Gerechtigkeit wird mit der Abgabe angeblich genüge getan. Viel mehr als mit dem alten System. So erzählt Martin Stadelmaier in einem Interview beim Deutschlandradio (zufälligerweise neben ARD und ZDF das dritte Aushängeschild des ÖR-Rundfunks), dass die neue Regelung viel gerechter sei als die Alte.

Ich frage mich, was ist Gerechtigkeit bei Themen wie Fernsehn und Radio eigentlich? Ich gucke kein ARD, ZDF oder sonst einen der öffentlich-rechtlichen Sendern und höre auch keinen ihrer Radiosender. Trotzdem sehe ich durchaus, dass ein Paar (sprich zwei) Fernsehsender und ein Radiosender, die politisch unabhängig sind, Deutschland nicht schaden würden. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass niemand einen Aperat benötigt, der über 8Milliarden Euro im Jahr für überhöhte Gehälter und ein Programm ausgibt, dass kaum jemanden interessiert und Mitarbeiter die viel zu Eng mit Politikern Hand in Hand gehen. Und schon garnicht kann es gerecht sein, diejenigen zu zwingen diesen Aperat zu finanzieren, die ihn nicht nutzen.

Ich kann nur jedem empfehlen, sich über die Möglichkeiten schlau zu machen die es gibt, sich gegen die GEZ zu wehren. Auf GEZ-Boykott kann man sowohl eine Petition gegen die GEZ unterschreiben, als auch Informationen zu weiteren Themen rund um die Rundfunkgebühr finden.

 

In diesem Sinne

Schönes Wochenende!